Interview mit Francesc Miralles
1) Neben der Literatur spielt für Sie auch die Musik eine wichtige Rolle. Stimmt es, dass wir "Retrum" einem Lied Ihrer Band Nikosia zu verdanken haben?
Ja, das war der Anfang von allem. Ich habe das Lied "When we were dead" für meine Band Nikosia komponiert und es hatte so viel Erfolg bei den Konzerten, dass ich dachte, diese Geschichte hat mehr Potential.
2) Haben Sie zur Recherche für "Retrum" mit Leuten gesprochen, die der Gothic-Szene angehören?
Das war nicht nötig, weil ich selbst mit 15-16 Jahren ein "Goth" war und ich auch diese Musikrichtung gehört habe. Nachdem "Retrum" erschienen ist, habe ich mit vielen jungen Goths gesprochen, wie man auf www.retrum.es sehen kann.
3) Was macht für Sie die Faszination von Friedhöfen aus?
Architektonisch haben Friedhöfe viel zu bieten und die Ruhe trägt auch viel zur besonderen Atmosphäre bei. Für mich sind Friedhöfe aber vor allem eine Brücke zwischen den Lebenden und den (scheinbar) "Verschwundenen".
4) Hat man als Schriftsteller Vorteile wenn man musikalisch ist?
Vielleicht hat man ein tieferes Gefühl für Rhythmus und für die Musik der Wörter.
5) Was hören Sie privat für Musik?
Ich höre vor allem alternativen Folk.
6) Hat es Sie viel Zeit gekostet, passende Zitate für die Kapitel zu finden oder wussten Sie schon beim Schreiben, was Sie verwenden wollen?
Die meisten Zitate habe ich schon vorher gesammelt und ich habe mich während des Schreibens wieder an sie erinnert.
7) Viele Zitate stammen von Dichtern und Philosophen vergangener Zeit, beschäftigen Sie sich viel mit dieser Art Literatur?
Besonders als Teenager war ich daran interessiert. Ich sammle noch immer sehr gern Zitate und die "alten" Literaten und Philosophen haben viel zu bieten.
8) Woran arbeiten Sie momentan?
Ich schreibe gerade an einem neuen Jugendroman. Ich hoffe, er wird auch in Deutschland erscheinen.
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