Christians Gedichte
Für Christian haben Gedichte eine große Bedeutung: Entweder nutzt er sie, um sich seinem Reich der Schatten hinzugeben oder um nicht in Melancholie oder Depressionen zu verfallen. Die Auszüge der Gedichte von William Blake, Salvador Espriu und Edgar Allan Poe, die in Retrum erwähnt werden, sind hier zu finden. Die vollständigen Gedichte sind verlinkt.William Blake
Bring mir Schaufel und Beil:Bring mein Totenhemd.
Wenn ich mein Grab geschaufelt habe,
Lass zu, dass mich die Winde und Stürme auspeitschen;
In der Erde liege ich begraben, kalt wie Lehm.
Wahre Liebe vergeht doch!
zum Gedicht (englisch)
Salvador Espriu
Wenn du verweilst,Wo mein Name dich ruft,
Wolltest du, ich schliefe,
Meere der Ruhe erträumend,
Die Klarheit von Sinera.
zum Gedicht (englisch)
Edgar Allan Poe
Ich öffnete das Fenstergatter,
Kam herein mit viel Geflatter
Ein stattlich großer Rabe wie aus alten Zeiten her.
Machte keinerlei Verbeugung,
Keine kleinste Dankbezeugung,
Nicht ein Momentlein hielt er inne;
Flog mit edelmänn'scher Miene
Zu dem Pallaskopf empor;
Flog und saß – still war's wie zuvor.
Doch das wichtige Gebaren
Dieses großen schwarzen Raben,
Löste meine graue Trauer, bald zu lächelndem Humor.
»Ob auch schäbig und geschoren«, sprach ich,
»Niemand hat dich herbeschworen
Aus dem Land der Nacht hervor.
Sag, wie ist dein Name, aus der tiefsten Hölle her?«
Sprach der Rabe: »Nimmermehr.«
[…]
Und der Rabe rührt sich nimmer,
sitzt noch immer, sitzt noch immer
auf der blassen Pallasbüste überm Türsims wie vorher;
und in seinen Augenhöhlen
eines Dämons Träume schwelen,
und das Licht wirft seinen Schatten dort vor meine Füße schwer;
und es hebt sich aus dem Schatten auf dem Boden dumpf und schwer
meine Seele… nimmermehr!
zum Gedicht
Kam herein mit viel Geflatter
Ein stattlich großer Rabe wie aus alten Zeiten her.
Machte keinerlei Verbeugung,
Keine kleinste Dankbezeugung,
Nicht ein Momentlein hielt er inne;
Flog mit edelmänn'scher Miene
Zu dem Pallaskopf empor;
Flog und saß – still war's wie zuvor.
Doch das wichtige Gebaren
Dieses großen schwarzen Raben,
Löste meine graue Trauer, bald zu lächelndem Humor.
»Ob auch schäbig und geschoren«, sprach ich,
»Niemand hat dich herbeschworen
Aus dem Land der Nacht hervor.
Sag, wie ist dein Name, aus der tiefsten Hölle her?«
Sprach der Rabe: »Nimmermehr.«
[…]
Und der Rabe rührt sich nimmer,
sitzt noch immer, sitzt noch immer
auf der blassen Pallasbüste überm Türsims wie vorher;
und in seinen Augenhöhlen
eines Dämons Träume schwelen,
und das Licht wirft seinen Schatten dort vor meine Füße schwer;
und es hebt sich aus dem Schatten auf dem Boden dumpf und schwer
meine Seele… nimmermehr!
zum Gedicht
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